Wissenswertes zur Bildgestaltung

Betrachte Dein Leben jetzt einfach einmal mit anderen Augen ! Bei Alltagsproblemen kann man nicht oft genug daran erinnern, dass man das Leben immer auch mit anderen Augen sehen kann. Darum möchte ich an dieser Stelle zeigen, wie man durch andere Formate, Blickwinkel, Hintergründe, Vordergründe, Ebenen und Tiefenschärfe zu neuen Einsichten gelangen kann, die das Leben leichter machen.

Lass es doch einfach einmal darauf ankommen ! Gelegentlich kann ein veränderter Blickwinkel sogar dazu führen, dass Du Dein Gegenüber plötzlich verstehst oder zumindest sein Denken und Handeln nachvollziehen kannst. Wenn Du aber das gerade nicht möchtest, dann behalte Deine Perspektive bei und lass die alten Gräben da, wo sie sind. Das hat immer auch etwas für sich. Schließlich kann ja auch der andere seine Sichtweise ändern.

Wie man dem bunten Leben die Farbe nimmt.

Nimm dem Leben einmal ganz bewusst die Farbe !!! Das Leben ist bunt und solange wir uns wohl fühlen, können wir die bunte Vielfalt auch so richtig genießen. Doch was passiert, wenn dunkle Wolken aufziehen und uns die Stimmung verhageln? Sollten wir uns dann verkriechen und warten, bis es wieder besser wird, oder gar aus dem Fenster springen? Nein! Stattdessen drehen wir die Farbe ganz auf Null und entdecken bewusst die schönen Seiten von schwarz-weiß-grau. Das bringt uns wieder auf Kurs.

Und dann gießen wir die Farbe einfach wieder hinein, mitten ins Leben! So, nun wird es aber Zeit, sich von den schwarz-weißen Schönheiten zu verabschieden und die gewonnene positive Energie in unser gerade noch trist erscheinendes Leben mitzunehmen. Du kannst zunächst einen einzelnen Farbtupfer setzen (Colorkey, siehe unten) oder die Farben erst einmal irgendwie wieder in das Leben zurück bringen (Schiebung, siehe unten) oder mit Extremen starten (hell oder dunkel, siehe unten) oder einzelne Farben ein- oder ausblenden (filtern, siehe unten).

Für welchen Weg du dich auch entscheidest. Wichtig ist es, den ersten Schritt zu machen und dann weiter zu gehen, damit du am Ende wieder im bunten Leben ankommst.

Ab und an musst Du einfach einmal einen Filter setzen!

Die Welt ist wie sie ist und die Leute sind wie sie sind und Du selbst bist Du selbst. Zusammen ergibt das nicht immer ein harmonisches Ganzes. Stattdessen fehlt gelegentlich etwas oder es ist etwas zu viel. In der Fotografie nutzt man in solchen Fällen einen Filter, um doch noch den gewünschten Gesamteindruck zu erreichen:

Bin ich krank oder ist es die Welt? Du solltest die verschiedensten Filter in ausreichender Anzahl parat haben und im richtigen Moment den richtigen Filter einsetzen. Aber Achtung: alles hat sein Maß und alles hat seine Zeit. Wenn Du nur noch filterst, bewegst Du Dich bald ausschließlich in Deiner eigenen gefilterten Welt. Dann dauert es meist nicht mehr lange bis der Arzt kommt. Der hat dann bunte Pillen und eine Jacke für Dich, bei der sich die Ärmel hinter dem Rücken zusammenbinden lassen.

Auf die richtige Mischung kommt es an!

Wendepunkte im Leben wie die erste selbst verdiente Million, die bevorstehende Hochzeit oder das Sterbebett sind zumeist Anlass für uns, unser bisheriges Leben noch einmal Revue passieren zu lassen. In der Regel finden wir dabei sonnige Abschnitte und düstere Phasen voller Sorgen, Probleme und Nöte. Aber wie lautet nun das Fazit? Können wir mit dem Erreichten zufrieden sein oder müssen wird noch etwas nachlegen? Einen guten Gesamteindruck gewinnen wir, wenn wir einfach einmal die hellen und die dunklen Bilder übereinander legen, grad so wie in der HDR Fotografie, und den Geistern unserer Vergangenheit nachspüren:

Behalte die guten Momente fest in Deinem Gedächtnis! Wenn Du allerdings rückblickend bemerken solltest, dass Dein Leben voll von vielen positiven Ereignissen ist, die die wenigen dunklen Momente überstrahlen, dann lass das einfach so stehen. In diesen glücklichen Fällen rate ich dringend davon ab, die dunklen Bilder zwanghaft in die Lebensbilanz zu integrieren, denn es liegt offensichtlich eine high key Bilanz vor, auf die ich später näher eingehen werde.

Manchmal muss man die Dinge einfach nur ein Stück verschieben

Nicht immer gefällt Dir, was Du siehst. Aber was sollst Du machen - die Welt ist nun einmal so - oder? Nein, natürlich nicht. Mit ein wenig psychischem Aufwand kannst Du Dir die Welt so erscheinen lassen, wie sie am besten in Dein Bild passt. Man nennt dies selektive Wahrnehmung. Zur Illustration habe ich hier einmal ein paar Farben selektiv verschoben.

... und dann geht das Ganze wieder von vorne los ... Und wenn Du Dein Leben so richtig hin und her geschoben hast und irgendwann nicht mehr damit zurecht kommst, dann wendest Du Dich an einen Seelen-Klempner und lässt Dir wieder alles an die Stellen rücken, die die anderen Leute für die richtigen Stellen halten.

Colorkey - zeig was Du magst

Es gibt immer wieder Dinge im Leben, die Dir ganz besonders gut gefallen, die Du unheimlich magst. Gern würdest Du diese schönen Seiten des Lebens mit anderen Menschen teilen. Aber Du bist Dir nicht sicher, was diese Leute mögen und hast daher Angst, sie zu verletzen. Aus diesem Grund hältst Du Dich lieber mit Deiner Meinung zurück.

Bildgestaltung durch Bildbearbeitung? Ob das mal gut geht. Aber das muss nicht sein. Mittels digitaler Bildbearbeitung kannst Du Deinen ganz persönlichen Favoriten hervorheben und Deinen Mitmenschen zugleich die Möglichkeit lassen, ihren Favoriten zu finden. Das Zauberwort lautet: Colorkey. Um niemanden zu verletzen, habe ich möglichst unverfängliche Motive gewählt, an denen das Prinzip demonstriert werden soll.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Wie das geht? Na einfach im Bildbearbeitungsprogramm die Hintergrundebene kopieren, in schwarz/weiß umwandeln und dann die Farben frei radieren. Im Zweifel kann man auch mal das Internet befragen. Da gibt es für die verschiedenen Programme die passenden Anleitungen.

Fortsetzung folgt ...